Wochenupdate 6 ✨

Hello friends, ich hoffe es geht euch allen gut und ihr hattet alle einen guten Start in die Faschingsferien. 

Die Woche verging irgendwie zum Einen total schnell und zum Anderen fühlt es sich nach einer Ewigkeit an, wenn ich an Montag zurück denke. 

Den Montag hatte ich ja schon im letzten Update erwähnt, deswegen muss ich das jetzt nicht mehr machen. 

Am Dienstag habe ich mich morgens an meine Schulsachen ran gesetzt (die aus Malta und auch ein bisschen Mathe für Deutschland, damit ich nicht komplett den Faden verlier – nicht dass ich den je gehabt hätte) und habe meinen Blog ein bisschen geschrieben.Dann bin ich zu einem Meeting auf dem NSTS Campus gegangen, das von Donnerstag auf Dienstag vorgeschoben wurde (obwohl das unser freier Tag gewesen ist – zisisis). Das Treffen ging nicht mal eine Stunde und ich bin danach mit Lisa und Lea (zwei Deutschen) zur Fähre gelaufen um nach Valetta zu fahren. Natürlich kamen wir genau um die Uhrzeit zu der die Fähre dann abgefahren ist und deswegen mussten wir uns leider noch einen Kaffee kaufen (wie schade).

Lisa hat dann die Hälfte ihrer heißen Schokolade auf ihre Hose, meinen Schal und meine Regenjacke gekippt – aus meinem Schal hab ich die Flecken wieder rausbekommen, Lisa die Flecken aus ihrer Hose leider nicht 😂. Dann kam auch schon die Fähre und wir haben aus Zufall ein paar meiner Klassenkameradinnen auf der Fähre getroffen, die auch auf dem Weg nach Valetta waren. Wir waren alle irgendwie noch hungrig und haben uns deswegen in Valetta dann noch was bei eeetwell gekauft. Für mich gab es eine richtig gute Karotten-Kokos Suppe mit Quesadillas und die anderen haben sich jeweils einen Wrap gekauft. Wir sind ursprünglich nach Valetta gegangen, um uns das Fest dort anzuschauen aber da es etwas geregnet hat und sehr windig war, ist dann gar nicht so viel passiert. Wir haben uns das Ganze trotzdem angeschaut bzw. angehört und sind dann zum Abendessen zu Burger King gegangen. Ich habe mir einen Burger zusammen mit einem Brownie gekauft und ich muss sagen: ich bin enttäuscht. Der Burger war oke aber ich hätte den Zuhause auf jeden Fall besser machen können und dieser Brownie hat geschmeckt wie ein Mikrowellenkuchen, den man sich in der vierten Klasse selber ausgedacht hat, nur um dann zu merken, dass man eben doch kein Naturtalent im Backen ist. Aber genug kleine Kinder gefrontet.. Ich hab Abends dann zum Glück auch noch den Bus nehmen können und musste kein „unnötiges“ Geld für einen Bolt ausgeben. Und dann war der Tag auch schon zu Ende.

Das war der enttäuschende Brownie…

Mittwochs war ich dann wieder in der Schule. Der Schultag am Mittwoch ist einer meiner Lieblingstage neben Montag, weil mir die Fächer an den Tagen so gut gefallen. Ich habe Mittwochs zwei mal Französisch, eine Doppelstunde Hospitality, morgens ein bisschen Mathe und meine letzte Stunde ist „frei“, weil die auf maltesisch ist. Am Mittwoch habe ich aber auch noch Health and Social Care und ich muss zugeben: je öfter ich dieses Fach habe, desto weniger Lust habe ich darauf. Zum Einen, weil die Lehrerin die ganze Zeit alles auf maltesisch erklärt und sich dann am Ende einmal zu mir umdreht und kurz in einem Satz erklärt was sie gerade gesagt hat (obwohl dieses Fach eigentlich komplett auf Englisch stattfinden sollte) und zum Anderen weil mich der Inhalt tatsächlich recht wenig interessiert. Kurz bevor ich gekommen bin haben die einfach erste Hilfe gemacht – da wäre ich so so gerne dabei gewesen, weil ich das ja auch in Deutschland mache und mich das total interessiert, aber jetzt wo ich da bin machen die „Activities of Daily Living“. Wir behandeln dann so Dinge wie: Wenn eine alte Frau ein Problem dabei hat aufzustehen, welche Art von Gehhilfe braucht sie dann. An sich ist das ja garnicht so uninteressant, aber die Art und Weise wie es die Lehrerin erklärt ist echt nicht sonderlich spannend. Außerdem ist die Gruppe in Health and Social Care zwar schön klein und eigentlich sind alle nett aber es ist irgendwie total langweilig mit ihnen zu arbeiten wenn ich ehrlich bin. Am Mittwoch haben wir in dem Fach Warnzeichen und Schilder behandelt, das heißt, dass wir in Warnwesten durch das Schulgebäude gelaufen sind und nach Schildern suchen mussten und die dann dokumentieren mussten. Ich habe mich dabei irgendwie wie eine Fünftklässlerin gefühlt.. tja. Der Schultag war generell etwas langweilig, weil die Mathelehrerin krank war und wir sowohl da als auch in Hospitality eine Art Freistunde hatten. In Hospitality sollten die anderen aber ihr Portfolio für ihre Prüfung zusammenstellen bei der ich nicht mitmachen muss, und deswegen habe ich dann eine Doppelstunde lang auf dem Boden der Turnhalle gesessen und mir irgendwie anders die Zeit vertrieben, was ich lieber an einem Tisch in einem Klassenzimmer gemacht hätte.

Nach der Schule habe ich mich dann extra beeilt, damit ich schnell wieder los kann, weil ich mich wieder mit Min treffen wollte. Ich bin dann auch rechtzeitig losgekommen, sie aber leider nicht. Ich habe eine ganze Stunde in Valetta auf sie gewartet, weil ihr Bus so lange im Stau stand. Zum Glück habe ich aus Zufall die anderen Deutschen Mädchen dort getroffen und während meiner Wartezeit mit ihnen Kekse gegessen und getratscht. Als Min dann endlich angekommen ist, haben wir uns zusammen in ein Café gesetzt und mal wieder den Klatsch und Tratsch auf neuesten Stand gebracht. Nachdem wir das Ganze dann aufgegessen haben sind wir noch in einen Touristen Shop gegangen um eine Flagge für sie zu kaufen auf der alle unterschreiben konnten. Wir mussten dann beide relativ bald auch schon wieder los, weil sie Programm von NSTS aus hatte und ich joggen gehen wollte.

Seitdem ich Instagram habe, kriege ich auch mehr über die Sachen die hier auf Malta passieren mit, was ich auch sehr wichtig finde, weil ich während meines Aufenthalts hier meiner Meinung nach auch eine gewisse Verantwortung habe und es auch irgendwie respektvoll ist, sich über die Geschehnisse hier zu informieren. Der Nachtteil an der ganze Sache ist aber, dass ich dann auch ein Video von einer Schlange gesehen habe, die wohl in Sliema ganz ungetrübt durch die Gegend gewandert ist und ich natürlich genau während ich im Dunklen alleine neben dem Feld und Gebüsch joggen war daran denken musste. Ich sag mal so: Ich habe mich vor jedem kleinen Stock erschrocken und hab auch mal wieder eine meiner Bestzeiten beim Rennen erreicht 😂.

Es ist am Mittwoch auch endlich ein Packet von meiner Family angekommen, über das ich mich sehr stark gefreut habe. Ursprünglich war das nur dafür da, mir Zahnbürstenaufsätze für meine elektronische Zahnbürste zu schicken, die ich vergessen hatte mir vor der Abreise zu besorgen und die es hier auf Malta nicht gibt. Aber dann wurden auch noch ein paar andere Sachen mitgeschickt, darunter ein Kirschkernkissen, dass ich von meiner Firmpatin geschenkt bekommen habe, ein Kleid, Vitamin D Tabletten und auch Rasierklingen, die ich für meinen Rasierer hier brauche. Vor allem über das Kirschkernkissen habe ich mich unfassbar sehr gefreut, weil mir abends im Bett irgendwie immer etwas gefehlt hat, dass es so richtig gemütlich gemacht hat und jetzt ist es inzwischen schon fest in meine Abendroutine eingeplant, dass ich kurz vor dem ins Bett gehen mein Kirschkernkissen in die Mikrowelle mache und mir derweil die Zähne putze. 

Mein wunderbar kuscheliges Kirschkernkissen

Ich bin dann auch noch schnell joggen gegangen und habe mein Bad so richtig schön geputzt und meinen Schrank im Bad endlich so richtig gut sortiert. Daher, dass es mich irgendwie jeden Abend gestörrt hat, dass meine Sachen nicht am richtigen Ort standen, hat es echt gut getan das „Problem“ jetzt beiseite zu schaffen. 

Am Donnerstag war ich natürlich auch wieder wie immer in der Schule und habe da schön vor mich hingewurstelt. Irgendwie bin ich unterbewusst von dem Schultag „Donnerstag“ traumarisiert, weil das mein erster Schultag hier war – der ja alles andere als gut verlief – weil ich eigentlich gar nicht so schlimme Fächer habe, ich aber trotzdem immer schon am Mittwoch Abend absolut keine Lust auf den Tag habe. Nach der Schule habe ich ganz entspannt mein Mittagessen gegessen und einen Film angeschaut, weil ich erst um 19 Uhr auf dem NSTS Campus sein musste und ich deswegen den ganzen restlichen Tag Zeit für mich hatte. Nachdem ich den Film angeschaut habe bin ich noch ganz schnell joggen gegangen (wie immer ist mir viel zu spät eingefallen, dass ich ja joggen gehen wollte und deswegen bin ich auch dezent spät erst losgekommen – upsi). Ich bin dann zur Cooking Night gefahren, wo ich am Anfang ein bisschen gelangweilt war, weil wir (die, die nicht im Februar abreisen) nicht mitkochen sollten und weil alle anderen irgendwie auch voll müde waren. Als es dann endlich nach einer gefühlten Ewigkeit essen gab, habe ich zum Glück vegetarische Pasta bekommen (ich kann Fleisch langsam nicht mehr sehen) von der ich und auch manche anderen dann später leider voll die Bauchschmerzen bekommen haben 😂. Nach dem Essen haben wir alle unsere Malta Flaggen rausgeholt und alle unterschreiben lassen. Ich habe im Voraus extra darauf geachtet einen Edding zu erwischen, der nicht auf Textilien verschmiert und dreimal dürft ihr raten bei wem der Stift absolut verschmiert ist – mir. Ich finde das so schade, weil manche der Italienerinnen auch eine kleine Notiz schreiben wollten, aber das mit meinem Stift nicht gut geklappt hat und sie es deswegen gelassen haben..

Wenn man der anderen Generation erklärt, wie man ein Tik Tok dreht und das Ergebnis vorzeigt 😂

Meine „kleine Portion“ Nudeln

Nach der Cooking Night sind die anderen dann noch zum Karaoke gegangen, aber ich habe mich dagegen entschieden, weil ich erstens am nächsten Tag Schule hatte und zweitens meine Ausgehzeit „nur“ bis 23:30 ist und sich das zeitlich nicht gelohnt hätte dort für 20 Minuten hinzugehen.

Am Freitag habe ich nach der Schule darauf gewartet, dass mir die anderen Mädchen schreiben, wann sie sich treffen, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Und da ich schon wusste, dass es an der gewisse Zeit dauern wird, bis sie sich selber geeinigt haben und mir das dann auch geschrieben haben, habe ich dann wieder einen Film angefangen und ein bisschen mit meiner Mama telefoniert, weil mir langweilig war. Als ich dann endlich in Naxxar war und ein Teil der Mädchen schon getroffen habe war die Sonne im Prinzip schon untergegangen und wir sind dann zu dem Platz namens „Top of the World“ gegangen, an dem man sich den Sonnenuntergang wohl sehr schön anschauen kann. Als wir angekommen sind, war die Sonne schon komplett weg aber ich sag mal so: der Weg ist das Ziel. Die anderen haben dort dann ein bisschen Musik angemacht und wir haben für ungefähr 1 Stunde dann dort getanzt und auf Flaggen und Notizbüchern unterschrieben (weil fast alle von den Mädchen am nächsten Tag abgereist sind und es ihr letzte Abend war 😢).

Als wir dann von dem Platz weggegangen sind, war der ursprüngliche Plan, dass wir alle kurz nach Hause gehen und uns dann ins Sliema treffen, um dort am Strand zu chillen. Ich bin da natürlich aber nicht zu mir nach Hause gegangen (weil das ein viel zu langer Weg gewesen wär), sondern zu der Gastfamilie von zwei anderen Mädchen, weil ich wärmere Klamotten gebraucht habe, weil es einfach viel zu kalt war. In der Gastfamilie bin ich dann kurz auf die Toilette gegangen und wollte nur kurz zurück in das Zimmer der Mädchen laufen als der kleinen süße Hund gekommen ist (vor dem wir ein bisschen Angst hatte), und der war so aufgeregt, dass ich (jemand neues) in seinem Haus war, dass er auf den Boden gepinkelt hat (kein Witz). Ich musste mich echt zusammenreißen nicht zu lachen, weil ich das so absurd fand.

Als wir dann aber auf dem Weg nach Sliema wann gab es etwas Stress, weil manche der Gruppe woanders hin wollten und es generell viele Kommunikation Schwierigkeiten an dem Tag und auch in der gesamten vergangenen Woche gab. Und wir sind dann trotzdem nach Sliema gegangen und haben uns dort dann bei McDonald’s ein Eis gekauft.

Es war echt komisch, an dem Abend schon Tschüss zu sagen zu manchen, weil ich nicht wusste, ob ich am nächsten Morgen rechtzeitig da sein würde, um mich noch zu verabschieden. Ich musste dann aber mal wieder meine Curfew einhalten und bin deswegen früher gegangen als die a nderen. Um nach Hause zu kommen hab ich mir um die Uhrzeit dann aber ein Bolt geholt anstatt Bus zu fahren und wir standen fast 20 Minuten lang im Stau wegen dem Karneval und ich hätte fast meine Curfew überschritten. 

Sogar die Bolt App hat sich dem Valentinstag angepasst 😂

Am Samstag bin ich dann extra früh aufgestanden, um noch tschüss zu den andern zu sagen und ich habe sogar beide meine Busse erwischt und war dann rechtzeitig da, um noch jede von Ihnen einmal zu sehen bevor sie abgeholt wurden. Ich hätte nicht gedacht, dass das so emotional sein würde aber die anderen haben teilweise für über 1 Stunde lang geweint und irgendwann war ich dann auch einfach mit dabei, weil es einfach echt schwer war gute Laune zu behalten, wenn alle anderen um einen herum gerade schluchzend heulen.. es war aber. auf jeden Fall Valentinstag an dem Tag und deswegen hat uns die 8 Jährige Gastschwester von den anderen Mädchen jeweils eine Blume vom Straßenrand gepflückt was total süß war. 

Weil ich an dem Tag aber noch nichts gegessen hatte weil ich so früh los musste, sind ich und zwei andere Mädchen (Lisa und Lina) dann, nachdem wir uns von allen verabschiedet haben, frühstücken gegangen (um 11 Uhr).

Danach bin ich dann alleine nach Hause gefahren, um mich noch mal auszuruhen, bevor wir auf den Karneval gegangen sind. Und es ist einfach das Schlimmste der schlimmsten Dinge passiert: meine Kopfhörer waren auf der Busfahrt leer und ich musste für 40 Minuten lang die Geräusche im Bus anhören (sprich: TikTok, Sounds, die andere Leute, sich gerade anhören, komische Klingeltöne, die andere Leute an ihren Handys eingestellt haben, der laute Verkehr, bei dem jeder einfach nach Lust und Laune hupt und die Husterreihe von den ganzen alten Männern im Bus…) 

Mein Mittagessen an dem Tag (Rating: 4/10 🌟)

Nach einem relativ entspannenden Mittagsschlaf (bei dem ich eigentlich nicht geschlafen sondern nur rumgelegen bin) hab ich mich dann fertig gemacht, um nach Valetta zu gehen, weil dort der Karneval angefangen hat. Direkt als ich dort war, wusste ich da, dass es sich gelohnt hatte, weil es einfach total farbenfroh war und man den Leuten den Spaß angesehen hat. Es war auch erstaunlich gut organisiert und die ganzen Tänzer, die aufgetreten sind, hatten total die aufwändigen und wunderhübschen Kostüme an. 

Wir waren dann für ein paar Stunden auf dem Carnival und haben ein bisschen rumgestöbert und es wurden Probleme beredet (ich bin so verstört von den maltesischen Typen hier – wow). 

Ich bin dann zum Abendessen wieder nach Hause zu meiner Gastfamilie gegangen und habe ganz lieb gefragt, ob ich eventuell eine Stunde länger draußen bleiben kann an dem Abend, weil ich mich eigentlich an dem Tag von den Italienern verabschieden wollte. Ich bin irgendwie nicht daran gewohnt erst später am Abend rauszugehen und mich fertig zu machen, weshalb es sich total komisch angefühlt hat am Samstag nach dem Abendessen erstmal 1 1/2 Stunden zu warten bis ich mich so langsam fertig mache. 

Als ich dann aber angekommen bin sind die Italiener einfach nicht rechtzeitig vor meiner Curfew gekommen und deswegen habe ich sie an dem Tag dann doch nicht mehr gesehen. 

Sonntags wollte ich eigentlich ausschlafen, weil ich die letzten Tage total müde war und ich auch erst relativ spät zuhause war, aber ich habe mir trotzdem einen Wecker gestellt, damit ich meinen Rhythmus nicht komplett auf den Kopf stelle. Irgendwie wusste ich auch erst gar nicht o richtig was ich mit mir anfangen sollte bis ich später los musste, weil ich mich insgesamt einfach komisch gefühlt habe. Ich habe dann einfach beschlossen, einen Sunday Reset zu machen und mein ganzes Zimmer zu putzen – was man halt so bei Langeweile macht. Nachdem ich dann alles geputzt hatte bin ich wieder joggen gegangen und habe mich danach richtig beeilen müsse (mal wieder). Meine Gastfamilie hatte mich vor einem Monat gefragt, ob ich mit ihnen auf den Carnival gehen will und da hab ich natürlich ja gesagt. Genau das haben wir am Samstag dann auch gemacht. Ich bin mit meiner Gastfamilie, einem Freund der Familie (oder Bruder der Mutter – hab ich immer noch nicht ganz verstanden) und einer Freundin meiner Gastschwester nach Valetta gegangen um mir dort den Karneval und den traditionellen Wettbewerb anzuschauen. Meine Gastschwester war als Aurora verkleidet, meine Gastmutter als Polizistin und ich habe spontan ihre Hallo Kitty Pyjamahose bekommen und bin dann damit durch die Gegend gelaufen.

Meine wunderschöne Hello-Kitty-Pyjama-Hose

Wir sind ein bisschen rumgelaufen, waren kurz bei Starbucks (wo ich einen super leckeren Cookie hatte 😁) und sind dann in einen Süßigkeitenladen gegangen, wo sie mir traditionelle Süßigkeiten für die Faschingszeit gezeigt haben. Ich habe „Perlini“ (Name von Süßigkeit – bunte Mandeln) probiert und mir daran fast die Zähne kaputt gemacht. Ich habe um ehrlich zu sein nur den Zucker geschmeckt aber es geht um die Erfahrung, nicht um den Geschmack. Wir sind dann schon nach ca. einer Stunde wieder zurück gefahren weil wir vor Ort den Wettbewerb vor lauter anderer Menschen leider nicht sehen konnten. Zuhause hat mir meine Gastmutter zwei Pastizzi warm gemacht und wir haben uns in der Küche vor den Fernseher gesetzt. 

Der Wettbewerb war wirklich beeindruckend. Die Teilnehmer wurden nach ihren Kostümen, ihrem Tanz und ihren Floats (Faschings-/Umzugswägen) bewertet. Zusätzlich dazu müssen die jeweiligen Gruppen auch eine Beschreibung ihres Auftritts, Themas, Firma und Kostümen schreiben und die wurde dann auch bewertet, weil man diese Beschreibung auf eine sehr poetische Art und Weise schreiben musste. Es ist also etwas komplett durchgeplantes (was man so gar nicht von den Leuten hier kennt 😂) und etwas anderes als der Fasching in Deutschland an den ich gewöhnt bin.  

Mein Fasching/Karnival 2026

Ich saß ungefähr 1 1/2 Stunden mit ihnen da, bis ich dann kurz in meinem Zimmer mit einer anderen Internationalin telefoniert habe, um meinen Abend noch ein bisschen zu planen. Nach dem Abendessen bin ich dann in mein Zimmer gegangen um einen kleinen Power Nap zu machen. Ich bin dann aber anstatt nach 30 Minuten, nach 3 Stunden wieder aufgewacht, weil ich meinen Wecker nicht gehört hatte und bin dann ganz schnell noch schnell mit einem Bolt zu den Italienern gefahren um Tschüss zu sagen, weil sie am Montag abgereist sind. Dieser Moment in dem ich auf die Uhr geschaut habe und es einfach 3 Stunden später war, ist echt unbeschreiblich gewesen – Schock, Panick und Verzweiflung alles in einem 😂..

Am nächsten Morgen (Montag) habe ich schon wieder nicht so richtig ausgeschlafen, weil ich meine Routine nicht durcheinander bringen wollte (im Nachhinein war das echt Schwachsinn, weil ich deswegen dann halt den ganzen Tag müde war 🤦‍♀️). Zum Frühstück habe ich ein neues „Rezept“ ausprobiert, bei dem man Lotuskekse über Nacht in Joghurt steckt und sie am nächsten Tag verrührt. Ich habe mal wieder meine eigene Version davon gemacht und zusätzlich zu den Keksen auch noch Kakao und Chia Samen dazu gegeben und das Ergebnis war unbeschreiblich gut. Eigentlich soll das ganze nach „Tiramisu“ – fand ich jetzt nicht – aber es war auf jeden Fall sehr gut und empfehlenswert.

Nachdem ich mein Frühstück dann genossen habe, habe ich mich fertig gemacht, um nach Gozo zu fahren. Der Weg dorthin ist immer noch eine halbe Weltreise aber drei andere deutsche Mädchen und ich haben das Ganze trotzdem auf uns genommen, weil wir uns den Fasching auf Gozo anschauen wollten. Die Fährenfahrt dorthin war bodenlos (wortwörtlich – war ja auf dem Meer 🫣😂), weil das Schiff die ganze Zeit hin und her geschwankt ist und es an dem Tag sehr windig war. Als wir dann endlich dort waren haben wir und Smoothies und Kaffee gekauft und sind ein bisschen durch die Straßen gelaufen…natürlich mussten da auch schöne Bilder von allen gemacht werden 💕.

Wir sind dann auch etwas in Richtung Natur gelaufen und haben uns die Aussicht von einem kleinen Berg aus angeschaut – echt total schön.-

Wie immer gab es auf Gozo natürlich wieder ✨Trauben

Eine Sache, die Lea (eine andere Deutsche), vorgeschlagen hat – die ich echt supi finde – ist, dass wir alle auf Englisch reden, obwohl wir unter uns nur Deutsche sind. Das klingt erstmal vielleicht komisch, weil es ja nicht nötig ist und weil es wahrscheinlich „einfacher“ wäre einfach auf Deutsch zu reden, aber es macht für mich echt total Sinn. Dass ich hier auf Malta nicht meine Traumvorstellung vom Englisch Sprechen erfüllt bekommen habe ist ja schon länger klar.. aber es hat mich in der letzten Woche etwas beschäftigt, dass ich jetzt endlich eine Freundesgruppe habe mit der ich auch viel unternehmen kann und dass ich aber deswegen an manchen Tagen fast nur Deutsch gesprochen habe. Das „Problem“ ist ja jetzt mehr oder weniger gelöst. 

Wir sind dann zurück in die Innenstadt Victoria (der Hauptstadt von Gozo) gelaufen und haben uns dort (um 17 Uhr) Mittagessen gekauft. Ich habe jetzt schon zweimal typische Raviolli von Gozo probiert und ich habe sie beides mal geliebt.

Da ist zwar unfassbar viel Knoblauch drauf aber es schmeckt (auch deswegen) echt supi. Bevor ich mein Essen bekommen habe, habe ich noch ein paar unschöne News von meiner Family in Deutschland bekommen die meine Stimmung dann etwas negativ beeinflusst haben. Ich war dann für ca. 20 Minuten down und habe mich total doof gefühlt aber danach habe ich mich gut ablenken können, die anderen waren echt für ich da und dann ging es auch schon wieder. 

Der Umzug ist erst um 18 Uhr losgegangen, weshalb wir dann auch erst kurz nach 6 los in die Richtung gelaufen sind. Die Kostüme waren wild und bunt und wir haben uns dann an einen Platzt gestellt, wo viele Tanzgruppen in Kostümen nacheinander aufgetreten sind. 

Das haben wir uns dann aber leider auch nicht soo lange anschauen können, weil unser nach Hause weg so lang war, dass wir um Viertel nach 7 los zum Bus gelaufen sind, der uns von Victoria zur Fähre gebracht hat. Die Fähre kam dann aber natürlich eine viertel Stunde zu spät und dann mussten wir (als wir wieder drüben auf Malta waren) auch noch 20 Minuten auf unseren Bus warten. In dem Bus waren wir dann für 1 Stunde und danach musste ich noch umsteigen und mit einem weiteren Bus nach Paola fahren..wenn ich so daran denke, dann bin ich schon ganz froh, dass ich das heute nicht machen muss – dafür wäre ich zu müde. Auf der Busfahrt sind mal wieder unfassbar schicke Bilder von mir entstanden, auf denen ich auf der Schulter von Lisa so halbwegs schlafe und auch noch ein paar Bilder (oder wie ich sie nennen würde „Meisterwerke“ 😆) von den Anderen. Ich hab auch mal wieder ein paar Song- Empfehlungen von den anderen bekommen und die Lieder sind jetzt schon alle auf meiner Playlist gelandet.

Ich war an dem Abend dann auch echt froh, als ich endlich zuhause war und in mein Bett fallen konnte. Übrigens: falls irgendwer gute RomCom Empfehlungen hat, die es auf Netflix oder Prime gibt, dann immer her damit 😄)

Ingesamt war die Woche also auf jeden Fall wieder voll und wenn ich so an die ganzen Male zurück denke an denen ich etwas mit den anderen Deutschen und Italienern gemacht habe (die jetzt alle abgereist sind), dann vermisse ich sie schon irgendwie ganz schön 😖) Aber genau das ist auch wieder etwas gutes. Ich vermisse die Leute ja nur, weil ich mit ihnen eine gute Zeit hatte und weil sie tolle Menschen sind – was ja eigentlich eine wunderbare Tatsache ist 😌.

Mir ist außerdem aufgefallen, dass ich, seitdem ich ein richtiges Leben hier habe, Dinge unternehme und Spaß habe, ich auch viel weniger Lust auf Schule habe. Ich habe natürlich auch da meine Freunde, aber es ist nicht das selbe mit denen. Am Anfang hier (nachdem ich den ersten Schock der Schule hier überwunden hatte) habe ich mich total auf die Schule gefreut und bin morgens richtig motiviert aufgestanden, weil ich die Fächer so toll fand und es so ein bisschen das „soziale Highlight“ meines Tages war. Inzwischen sind die Fächer immer noch toll aber ich habe mich an das Niveau hier gewöhnt und es fühlt sich deswegen nicht mehr so viel besser an. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich noch enger mit den Mädchen aus meiner Schule werde und ich habe auch schon eine Verabredung mit einer Malteserin zum Essen gehen.

Was meine Gastfamilie betrifft: Sie haben eventuell unaufgegessene Lunchpackete 🫣 von mir in meinem Zimmer gefunden, weshalb sie mir jetzt tatsächlich weniger geben. Am Anfang hatte ich total Angst, dass sie wütend auf mich wären und ich hatte auch das Gefühl total isoliert von ihnen zu leben in den letzten Wochen. Zum Einen, weil ich öfters später nach Hause kam und deswegen auch nicht zuhause gegessen habe und zum Anderen, weil ich meine Gastmutter und Gastschwester zeitlich irgendwie immer verpasst habe. Meine Gastmutter arbeitet manchmal nachts, weshalb sie dann tagsüber schläft und wenn sie tagsüber arbeitet, dann sehen wir uns ja auch nicht. Die Beziehung zu ihnen hat, wie so vieles hier, eben ihr Höhen und Tiefen. Ich habe mich ehrlich gesagt am Sonntag (auf dem Faschingsumzug) auch ein bisschen unwohl gefühlt, weil es einfach eine so ungewohnte Situation für mich war und sie viel auf maltesisch miteinander gesprochen haben. Ich bin aber sehr stolz auf mich, dass ich das ganze trotzdem mitgemacht habe und mich dazu überwinden konnte.

Mein Tiefpunkt der Woche: Health and Social Care Unterricht (mich nervt das Thema und das Maltesisch einfach im Moment)  

Mein Highlight der Woche: Treffen mit Min (Mittwoch), Abends mit den anderen am Samstag rausgehen 💕

Auch wenn mein Update (sehr stark) zu spät gekommen ist, war das meine 6. Woche hier (wenn ich mich nicht mit Zählen vertue).

Ich hab euch alle lieb und wünsche euch (auch wenn es mehr oder weniger nachträglich ist) einen tollen Fasching und einen schönen Valentinstag!

Bis zum nächsten Mal 😘

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